Jugend- & Extremismusforschung: Jugend in Brandenburg

Zeitreihenstudie


Die landesrepräsentative Zeitreihenstudie „Jugend in Brandenburg“ wurde im Jahr 1991 erstmals durchgeführt. Mit der Zeitreihenstudie werden in bislang neun Teiluntersuchungen (1991, 1993, 1996, 1999, 2001, 2005, 2010, 2017, 2022/2023) Veränderungen in der Lebenssituation und in den Einstellungen Jugendlicher erfasst.

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Für die neunte Teiluntersuchung wurden von November 2022 bis Januar 2023 insgesamt 3.140 Schülerinnen und Schüler an 36 allgemeinbildenden Schulen und OSZ des Landes Brandenburg befragt. Im Rahmen der Untersuchung wurden die Jugendlichen unter anderem zu ihrer Lebenszufriedenheit, ihrer familiären Situation und ihrer Freizeitgestaltung (z. B. Sport, zivilgesellschaftliches Engagement) sowie zur sozialen Schulqualität befragt. Zudem wurden ihre Werthaltungen und Zukunftsvorstellungen, ihre Beteiligung am politischen Leben, ihr Krisenerleben, ihre Diskriminierungserfahrungen sowie ihre Einstellungen zu Gewalt, Rechtsextremismus und „Ausländerfeindlichkeit“ erfasst.

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Die Studienergebnisse wurden im Rahmen verschiedener themenbezogener Pressekonferenzen vorgestellt. Der Kurzbericht zu den wichtigsten Ergebnissen kann über die Seiten des MBJS bezogen und der vollständige Ergebnisbericht hier heruntergeladen werden.

Mit der Zeitreihenstudie ist es für das Land Brandenburg in einmaliger Weise möglich, sowohl die aktuellen Einstellungen von Jugendlichen als auch den Einstellungswandel von der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten bis zum heutigen Zeitpunkt darzustellen. Die Forschungsergebnisse leisten somit einen wertvollen Beitrag zum besseren Verständnis der Probleme Jugendlicher und liefern für Entscheidungsträger in den Bereichen Politik, Schule und Wirtschaft nützliche Hilfestellungen zur Steuerung von jugend-, bildungs- und familienpolitischen Maßnahmen und Prozessen.

Die Zeitreihenstudie „Jugend in Brandenburg“ wird vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg gefördert.