Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung

Die Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung zählen zu einem Themenbereich, der sowohl für Vorschulkinder (z. B. Vorbereitung auf den Schulweg) als auch für Grundschulkinder (z. B. Erlernen des selbstständigen Fahrradfahrens) und Jugendliche (z. B. Einstieg in den motorisierten Verkehr) eine hohe Alltags- und Entwicklungsbedeutung besitzt. Kinder und Jugendliche müssen schon früh an ihre Rolle als (selbstständige) Verkehrsteilnehmer herangeführt und in die Lage versetzt werden, Gefahren im Straßenverkehr vorausschauend zu erkennen und zu vermeiden. Parallel dazu sollen sie ein Bewusstsein für eine zukunftsfähige nachhaltige Mobilität und insbesondere für eine umweltschonende Nutzung der verfügbaren Mobilitätsformen zum Schutze des Klimas entwickeln.

Der klassische Begriff „Verkehrserziehung“ steht vor allem mit der Vermittlung von verkehrssicherem Verhalten im Straßenverkehr in Verbindung. Der Begriff „Mobilitätsbildung“ geht darüber hinaus und berücksichtigt beispielsweise auch die individuellen Motive und Hintergründe der Verkehrsteilnahme sowie Nachhaltigkeitsaspekte und gesellschaftliche Zusammenhänge.

Mit der „Empfehlung zur Mobilitäts- und Verkehrserziehung in der Schule“ der Kultusministerkonferenz (KMK, 2012) wurden in Deutschland zentrale Ziele und allgemeine Grundsätze für die schulische Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung formuliert. Neben der Sicherheitserziehung und der Sozialerziehung stehen auch Umweltbildung und Gesundheitsförderung im Fokus der Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung. Dabei besitzt das Thema „Schulwegsicherheit“ einen zentralen Stellenwert.

Das IFK und die Arbeitsgruppen um Prof. Dr. Dietmar Sturzbecher tragen seit 1998 durch die erfolgreiche Bearbeitung zahlreicher Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Verbesserung der Verkehrssicherheitsarbeit in Deutschland bei. Sowohl im Bereich der frühkindlichen und schulischen Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung als auch im Bereich der Entwicklung und Erprobung von curricularen Steuerungsdokumenten im Bildungssystem „Fahranfängervorbereitung“ (z.B. Fahrausbildung, Fahrlehrerausbildung, Fahrerlaubnisprüfung)  verfügt das IFK über zahlreiche Referenzprojekte unterschiedlicher Auftraggeber bzw. Förderer (z. B. Verkehrsministerien verschiedener Bundesländer, Bildungsministerium Brandenburg, Aktion Kinder-Unfallhilfe e. V., ADAC, Deutscher Verkehrssicherheitsrat, Deutsche Verkehrswacht).

Referenzprojekte

[Projekt „KitaMoVe“]

Entwicklung und Erprobung eines Moduls zur Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung für die Fort- und Weiterbildung pädagogischer Fachkräfte in der Kindertagesbetreuung

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