Qualitätsförderung


Die Ergebnisse der Qualitätsfeststellung werden im Rahmen einer Berichterstattung ausgewertet und evidenzbasiert mit Maßnahmen der Qualitätsentwicklung verknüpft. Informationen über Ergebnisse sowie Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung werden systematisch und auf Dauer angelegt. Formulierte Qualitätsentwicklungsziele werden in die Praxis implementiert, überprüft und in der Einrichtungskonzeption verankert. Eine Vergleichbarkeit der Qualität der eigenen Einrichtung im Zeitverlauf sowie die Vergleichbarkeit mit anderen Einrichtungen geben wichtige Hinweise auf die Wirksamkeit von Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung.

Durch die kontinuierliche Fortbildung und Begleitung haben Einrichtungsteams sowie Träger der Kindertagesstätten stets die Möglichkeit, ihre Qualitätsziele mit dem IFK e.V. zu  beraten. Denn angemessene Rahmenbedingungen und professionelle pädagogische Konzeptionen sind zwar eine wichtige Voraussetzung, die pädagogische Fachkraft selbst ist und bleibt jedoch der entscheidende Faktor bei der Qualitätsentwicklung!

Im KomNet-QuaKi werden einrichtungsinterne oder einrichtungsübergreifende Fortbildungsveranstaltungen zu wesentlichen Qualitätsmerkmalen der Kindertagesbetreuung angeboten. Der inhaltliche und zeitliche Umfang der Fortbildungsveranstaltungen ist orientiert an der Thematik und den Zielsetzungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Dementsprechend werden ganztägige Fortbildungen, mehrtätige Veranstaltungen oder Fortbildungsreihen über einen längeren Zeitraum durchgeführt.

Eine effektive frühkindliche Bildung muss auf partizipativen Strukturen beruhen und von professionellen pädagogischen Fachkräften geleistet werden, die über entwicklungspsychologische Expertise verfügen und ihre Interaktionsqualität reflektieren. Dazu bedarf es einer stetigen Fortbildung des pädagogischen Personals. Die Fortbildungen des IFK e.V. sind darauf ausgerichtet, sowohl wissenschaftlich begründete theoretische Grundlagen zu vermitteln wie auch praxisnahe Anregungen zu geben.

Um wesentliche Qualitätsmerkmale der Kindertagesbetreuung inhaltlich zu verankern bzw. weiterzuentwickeln, werden im KomNet-QuaKi Fortbildungsveranstaltungen zu folgenden Schwerpunkten angeboten:

  1. Die Umsetzung der Bildungsbereiche
  2. Beobachten und Dokumentieren
  3. Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen
  4. Entwicklungs- und erziehungspsychologische Themen
  5. Fachdidaktische Themen
  6. Zusammenarbeit mit den Familien
  7. Persönlichkeitsentwicklung
  8. Leitung und Team
  9. Recht und Gesetz

Das Fortbildungsprogramm für Krippe und Kindergarten sowie für Horte

Den pädagogischen Fachkräften werden zu den Veranstaltungen umfassende Schulungsmaterialien zur Verfügung gestellt, um eine nachhaltige Qualitätsentwicklung zu gewährleisten. Weiterhin sichern kontinuierliche thematische Reflexionsveranstaltungen sowie die Verankerung erarbeiteter Qualitätsmerkmale in der Einrichtungskonzeption die Nachhaltigkeit der Qualitätsentwicklung.

Die Fortbildungsthemen richten sich nicht allein am Bedarf und an den Wünschen des Einrichtungspersonals aus; zuweilen werden auch bestimmte Themenbereiche aufgrund der Ergebnisse der Qualitätsevaluation nachdrücklich empfohlen.

Am Ende der Fortbildungsveranstaltungen findet regelmäßig eine schriftliche Evaluation statt, bei der die Teilnehmenden anonym ihre Zufriedenheit mit den Inhalten, der Organisation und der methodischen Gestaltung der Fortbildungen einschätzen können.

Zur Unterstützung des Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrags bieten wir Arbeitsmaterialien mit praktischen Tipps für die tägliche Arbeit in der Kindertagesstätte an:

  • Situationsanalysen und Arbeitsblätter
    z. B. zur Gestaltung von Übergängen, Raumnutzung, Umsetzung der Bildungsbereiche
  • Checklisten zur internen Evaluation
    z. B. Zusammenarbeit mit Familien, Partizipation,
    §3 Kita-G
  • Arbeitshilfen und Leitfäden
    z. B. Begrüßungsmappe, Gestaltung von Entwicklungsgesprächen, Portfoliogestaltung
  • Formulare
    z. B. Einverständniserklärungen, Aufnahmegespräche, Bedarfserfassung
  • Spiele und Methodensammlungen
    z. B. Bewegung und Entspannung, „Meine Rechte in der Kita“, Humor
  • Beispiele für Praxiskonzepte
    z. B. Richtlinien zum Datenschutz, Institutioneller Kinderschutz, Personaleinsatz
  • Präsentationen für Eltern- und Teamveranstaltungen
    z. B. Altersmischung in der Kita, Hausaufgaben im Hort, Sexualerziehung
  • Flyer und Informationsbroschüren
    z. B. Eingewöhnung, Hospitation, Elternbefragung

Darüber hinaus wurden im KomNet-Quaki verschiedene Umsetzungshilfen entwickelt. In den Umsetzungshilfen zu den Bildungsbereichen wird die bereichsspezifische Bedeutung frühkindlicher Erfahrungen für die körperliche und geistige Entwicklung aufbauend auf entwicklungspsychologischen Grundlagen beschrieben. Bezogen auf die Bildungs- und Erziehungsziele zu den jeweiligen Bildungsbereichen, lassen sich Möglichkeiten zur Gestaltung eines förderlichen Umfelds, empfehlenswerter Spiel- und Lernangebote sowie Projektthemen ableiten.

Die Umsetzungshilfen stellen ein übersichtliches Nachschlagewerk für pädagogisches Fachpersonal dar, das die alltägliche Arbeit in Kindertagesstätten erleichtert und bereichert.

Die folgenden Umsetzungshilfen sind im KomNet-QuaKi verfügbar:

  • Darstellen und Gestalten,
  • Kommunikation, Medien und Literatur,
  • Körper, Bewegung und Gesundheit,
  • Mathematik und Naturwissenschaften,
  • Musik,
  • Natur und Umwelt,
  • Soziales Leben und Kulturenvielfalt.

Umsetzungshilfen bestellen

KIEKDer „Kremmener Indikatorenkatalog zur Früherkennung von Entwicklungsbesonderheiten bei Kindern“ (KIEK) ist ein entwicklungsdiagnostisches „Frühwarnsystem“. Möglichst frühzeitig sollen Entwicklungsbesonderheiten, Verhaltensmerkmale und familiale Entwicklungsrisiken bei Kindern erfasst werden.

Entsprechend der Entwicklungsdynamik im jüngeren Kindesalter sowie der Breite und Differenziertheit der Entwicklungsmerkmale existieren zwei Versionen des KIEK:

1. KIEK-Mini: Für die Beobachtung von Kindern von 0 bis 3 Jahren. 2. KIEK-Maxi: Für die Beobachtung von Kindern von 3 bis 6 Jahren.

Zu den beiden Versionen des KIEK gehören jeweils Beobachtungsbögen mit einer ausführlichen Beurteilungshilfe.

Der KIEK-Beobachtungsbogen umfasst ausgewählte …

  • physische Entwicklungsmerkmale (z.B. Gesundheit),
  • psychische Entwicklungsmerkmale (z.B. kognitive Entwicklung –soziale und emotionale Intelligenz),
  • Verhaltensmerkmale (z. B. oppositionelles Verhalten, aggressives Verhalten ) und
  • Merkmale der familialen Betreuung (z.B. Entwicklungsrisiken wie Vernachlässigung und Misshandlung).

KIEK bestellen

Das Informations- und Rechercheangebot im KomNet-QuaKi unterstützt die pädagogischen Fachkräfte und Träger bei allgemeinen Fragen rund um das Thema „Kindertagesbetreuung“. Darüber hinaus werden einrichtungsindividuelle Fragen, beispielsweise zur Ausgestaltung der Zusammenarbeit mit den Eltern, zur konzeptionellen Arbeit unter Berücksichtigung besonderer struktureller Bedingungen oder zu rechtlichen Problemen, aufgegriffen und für die Einrichtung bzw. den Träger bearbeitet.

Im KomNet-QuaKi-Newsletter werden wichtige Forschungsergebnisse zu relevanten Themen der Kindertagesbetreuung praxisnah diskutiert. Darüber hinaus werden aktuelle pädagogische und für die Kita-Praxis relevante rechtliche und politische Fragen, Termine und Neuigkeiten sowie eine KomNet-QuaKi-Kita vorgestellt.

Die Newsletter des KomNet-QuaKi

  • Digitalisierung in der Kita (Nr. 19 / 2021)
    Mehr

  • Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung (Nr. 18 / 2020)

    Mehr

  • Wie wir arbeiten ...“: Konzeptionsentwicklung in Kindertageseinrichtungen (Nr. 17 / 2020)

    Mehr

  • Datenschutz in der Kita (Nr. 16 / 2020)

    Mehr

  • Raumgestaltung als Spiegel der Einrichtungskultur (Nr. 15 / 2020)

    Mehr

  • Lern- und Beteiligungsfelder in der Krippe (Nr. 14 / 2017)

    Mehr

  • Personaleinsatz und bedarfsorientierte Dienstplangestaltung (Nr. 13 / 2017)

    Mehr

  • Mitarbeitermotivation und Mitarbeiterführung (Nr. 12 / 2016)

    Mehr

  • Kinder in Trennungssituationen - Impulse für die pädagogische Arbeit (Nr. 11 / 2016)

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  • Übergänge pädagogisch begleiten - Wie Kinder Transitionen erfolgreich meistern (Nr. 10 / 2016)

    Mehr

  • Perspektiven der Zusammenarbeit: Rechte und Pflichten in der Zusammenarbeit von Eltern, pädagogischen Fachkräften und Trägern (Nr. 9 / 2016)

    Mehr

  • Umgang mit Flüchtlingskindern (Nr. 8 / 2015)

    Mehr

  • Körperliche Neugier und Sexualpädagogik (Nr. 7 / 2015)

    Mehr

  • Sicherung des Kindeswohls (Nr. 6 / 2015)

    Mehr

  • Der §8a SGB VIII - Schutzauftrag bei Kindswohlgefährdung (Nr. 5 / 2015)

    Mehr

  • Altersgemischte Gruppen (Nr. 4 / 2014)

    Mehr

  • Aufsichtspflicht (Nr. 3 / 2014)

    Mehr

  • Schlaf und Entspannung (Nr. 2 / 2014)

    Mehr

  • Ernährung (Nr. 1 / 2014)

    Mehr

Die Ergebnisse der Qualitätsfeststellungen werden den Einrichtungsteams durch das IFK e.V. übermittelt und in einem Bericht mit einem Einrichtungsprofil und Empfehlungen zur Weiterentwicklung der pädagogischen Qualität zusammengefasst. Auf dieser Grundlage können gezielte Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung wie beispielsweise die Inanspruchnahme bestimmter Fortbildungsveranstaltungen abgeleitet werden.

Ausgehend von den Ergebnissen der Qualitätsfeststellung und dem daraus abgeleiteten Einrichtungsprofil werden „Entwicklungsfelder“ definiert, die in einer im Team entwickelten Prioritätenliste münden. Das Team zieht damit praktische Schlussfolgerungen aus den Evaluationsergebnissen im Hinblick auf wünschenswerte Veränderungen und auf die dazu notwendigen Umsetzungsschritte. Daraus entwickelt das Einrichtungsteam mit Begleitung des IFK eine Ziel- und Maßnahmenplanung.
Begleitend bzw. abschließend zur Ziel- und Maßnahmenplanung findet eine interne Ergebnisüberprüfung statt, bei der die Fachkräfte darlegen, welche Ziele auf welchen Wegen erreicht werden konnten bzw. weshalb vereinbarte Maßnahmen ggf. nicht umgesetzt wurden. Mit der Bilanz können Nachsteuerungsmaßnahmen im Sinne von Zielkorrekturen oder Maßnahmenergänzungen verbunden werden.
Die erreichten Qualitätsziele werden in den pädagogischen Alltag integriert und in der Konzeption der Einrichtung verankert.

Durch die kontinuierliche Fortbildung und Begleitung der pädagogischen Fachkräfte haben Einrichtungsteams sowie Träger der Kindertagesstätten stets die Möglichkeit, ihre Qualitätsziele mit dem IFK e.V. abzustimmen. Die Wirksamkeitsüberprüfung der Fortbildungsmaßnahmen sowie der wiederkehrende Einsatz der Verfahren zur Qualitätsfeststellung geben darüber hinaus Auskunft über die langfristige Qualitätsentwicklung der Einrichtung.

Angebote im Bereich der wissenschaftlichen Begleitung sind u.a.:
  • Moderation bei Teamsitzungen,
  • Unterstützung bei der Bearbeitung von Beschwerden,
  • Hospitationen in den Einrichtungen,
  • Fallbesprechungen,
  • Vorträge bei Elternversammlungen,
  • Vermittlung zwischen Einrichtung und Träger,
  • Unterstützung bei der Konzeptionsentwicklung.

Dreimal im Jahr finden Kita-Träger-Foren für den fachlichen Erfahrungsaustausch statt. Weitere Informationen und Termine finden Sie hier.